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"Smarty"

Der kleine Mann, wurde am 22.Juli 2007 in Niebede geboren. Zunächst schien er genauso zu sein wie seine Geschwister, aber mit fünf Wochen wurde der unterschied immer deutlicher. Eine Untersuchung bestätigte den Verdacht, Wasserkopf, angeboren. Seine Eltern waren, nachdem die Besitzer das weite gesucht hatten, alleine in einem Bauwagen zurück geblieben, durch einen Zufall wurden die beiden gerettet. Nur sieben Tage nach der Befreiung der beiden kamen auch schon die Baby´s zu Welt. Fünf niedliche Jack Russell Welpen.

Smarty war zunächst der größte, aber er fiel bald hinter seine Geschwister zurück. Das wilde Spiel seiner Brüder und Schwestern ängstigte ihn so sehr, das man ihn trennen mußte. Ein Welpe mit angeborenem Wasserkopf hat in der Regel eine Lebenserwartung von nicht mehr als 16 Wochen.

Bei einem Besuch der Pferdestation in Niebede lernte ich klein Smarty kennen und wollte nicht glauben das er nur ein so kurzes Leben haben sollte. Da er sowieso nicht zusammen mit seinen Geschwistern leben konnte nahm ich den kleinen Kerl nach Rücksprache mit meinem Tierarzt mit nach Bovenmoor. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade 7 Wochen alt.

Er konnte nur sehr schlecht sehen, das Gehör war eingeschränkt, insgesamt benahm er sich eher wie ein ganz kleines Nuckelbaby und doch war er auf seine einzigartige Weise fröhlich.

Meine Arbeit gestaltete sich jetzt etwas schwierig, weil Smarty am zufriedensten war wenn er auf meinem Arm sitzen konnte, wenn das nicht ging jammerte er so kläglich, das man es nicht aushalten konnte. Also trug ich ihn auf dem Arm in eine Decke gewickelt und wiegte ihn in den Schlaf, war er erst eingeschlafen konnte ich ihn in eine Kiste legen und hatte für ca. 2 Stunden Ruhe. Nachts schlief er in eben dieser Kiste neben meinem Bett, ich brauchte ihn nur zudecken und weg war er, im Land der Träume. Da er beim schlafen leider nicht das Wasser halten konnte, sondern es ständig aus ihm heraus tropfte mußte ich Nachts häufiger die Deckchen in der Kiste wechseln, Frühchenwindel halfen mir zurück zu meiner Nachtruhe.

Smarty`s Behandlung war aufwendig, aber sie brachte den gewünschten Erfolg, denn er Lebt noch immer und hoffentlich noch lange. Mittlerweile ist er 18 Monate alt und hat auch schon einiges gelernt, er lernt sehr langsam, aber er lernt. Er kennt seinen Namen, er weiß das es Leckerchen gibt, wenn ich Schmatzgeräusche mache. Gute Nacht, heißt er soll ruhe geben. Arm, wenn er hochgehoben werden soll. Er kann jetzt auch geradeaus laufen, nicht mehr nur im Kreis wie Anfangs und er kann schon selbständig vom Garten über die Schwelle der Terrassentür hüpfen.

Das Krankheitsbild:

Seh- und Hörschwäche, Epileptische Anfälle, Panikattacken und Wutanfälle, motorische Störungen, Lernschwäche, starke Unsicherheit, nicht Stubenrein, ständig hungrig, häufiges Bellen, fremdes wird nur sehr schwer akzeptiert, Tagesablauf muß immer gleich sein.

Smarty, ist ein fröhlicher Hund, mit viel Witz und Frechheit, aber nur in seinem ganz persönlichen Rahmen. Dinge müssen ständig wiederholt werden, damit er so bleibt wie er ist. Ein Beispiel: aus gesundheitlichen Gründen ist es nicht immer möglich ihn auf den großen Spaziergang mit zu nehmen. Kann er ein paar Tage hintereinander nicht mitlaufen, müssen wir Spazierengehen mit den anderen Hunden wieder üben.  Die anderen Hunde machen ihm dann plötzlich Angst und er kann nicht mehr spielen, sonder steht nur da mit eingezogenem Schwanz und bellt.

 Wie aufwendig die Versorgung von Smarty ist, kann ich hier nicht darstellen, aber er gibt alles was er bekommt durch seine besondere Art zurück. Zum Glück hat Smarty Pateneltern, die ihn regelmäßig Besuchen und die Versorgung finaziell unterstützen. Wenn seine Patentante Gaby auftaucht, macht er schon Ärmchen hoch, weil er unter Ihre Jacke schlüpfen will, für ein ausgedehntes Schläfchen. Gaby sitzt dann manchmal stundenlang und Smarty schläft selig unter ihrer Jacke.

 

 

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