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Schreck in der Morgenstunde !

16.Februar 2009

Nach einer ziehmlich anstrengenden Nacht mit Smarty, er hatte alle 1 1/2 Stunden leichte Wutausbrüche, die sich dadurch äußerten, das er bellend unter seiner Decke hervorschoß und versuchte mir in die Nase zu beißen, weckte mich Gesa durch lautes rufen am Fenster. Mein Handy hatte am Abend vorher durch nervtötendes piepen bekannt gegeben das der Akku leer ist, und weil ich ständig tausend wichtige Sachen im Kopf habe, habe ich natürlich nur das Ladegerät im Auto, und noch kein anderes besorgt. Als das Handy anfing zu piepen habe ich mir mal wieder vorgenommen, gleich morgen früh, so ein blödes Ladegerät zu besorgen. Nachts habe ich dann mit Smarty gekämpft, er wiegt zwar nur fünf Kilo, aber wenn die unter der Decke wie ein Springteufelchen vorgeschossen kommen und wild bellend auf die eigene Nase losgehen ist einem nicht mehr zum lachen. Mit einer Hand den Smarty abwehrend und mit der anderen Hand verzweifelt nach dem Lichtschalter der Lampe suchend (der nätürlich, mal wieder irgentwohin gerutscht ist, wo man ihn nicht findet) fuhr ich jedesmal Senkrecht unter meiner Bettdecke raus. Jede Attacke dauerte ungefähr 15 Minuten, danach schlief das kleine Monster Seelenruhig wieder ein, bis es ihn wieder überkam. Das Ende vom Lied, ich verschlief, und Gesa weckte mich um 7.45 Uhr eben durch rufen vor dem Fenster, weil mein Handy ja auch nicht ging und mein Wecker einer von Smarty´s Attacken zum Opfer gefallen war.

"Du mußt kommen, Peggy ist nicht okay."

Wie der Blitz war ich aus dem Bett, in die Hose, den Pullover, Latschen an die Füße, ab in den Stall.

Da stand sie, der Schnotter lief ihr grün aus der Nase, der Kopf hing runter, ab und zu ein Husten. Schlundverstopfung. So  war da nichts zu machen, wir brauchten sofort einen Tierarzt, der kam zum Glück sofort angebraust.

Nach einer gründlichen Voruntersuchung, legte er Peggy eine Nasenschlundsonde, mit Wasser wurde die Verstopfung ausgespült. Diese Behandlung ist für Ponys sehr anstrengend, vor allem in diesem hohen Alter, Peggy ist 31 Jahre. Sie bekam nach dem die Sonde gezogen war Nasenbluten, wir hielten ihr den Kopf hoch und kühlten den Nasenrücken. Wenn sie husten mußte schoßen große Blutklumpen aus ihrer Nase, die Stallgasse sah bald aus wie ein Schlachtfeld. Nach über einer Stunde tropfte kein Blut mehr und sie durfte neben ihrer geliebten Freundin Minna stehen und sich erholen.

Ich genehmigte mir einen Kaffee und holte dann den seit Stunden völlig friedlich schlafenden Smarty aus dem Bett.

Gerade eben habe ich das Licht im Stall ausgemacht, Peggy ist noch etwas wackelig aber sie kann schon wieder höhöhö, machen. Morgen geht es ihr bestimmt schon viel besser, da darf sie auch wieder ihren richtigen Brei essen, nicht so ne Suppe wie heute. Nachts werde ich nochmal Kontrolle machen, nur zur Sicherheit.

 

Ach ja, natürlich habe ich kein Ladegerät besorgt, aber ich mach es gleich morgen.